Olaf Nicolai

Künstler

Olaf Nicolai (*1962, Halle/Saale) studierte Literatur- und Sprachwissenschaft in Leipzig, Wien sowie Budapest und promovierte 1992 mit einer Arbeit über die „Wiener Gruppe". Daneben legte er 1988 ein Diplom an der Fachschule für Angewandte Kunst in Schneeberg ab. Seine künstlerischen Arbeiten und Projekte wurden in zahlreichen internationalen Einzelausstellungen gezeigt u.a.: dem MoMA, New York, im Centre Pompidou, Paris, bei Thyssen-Bornemisza Art Contemporary, Wien, den Kunstsammlungen Chemnitz, dem Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwartskunst Berlin, in der BIACS Foundation, Sevilla, dem Migros Museum für Gegenwartskunst, dem Musée du Louvre Paris, der Pinakothek der Moderne, München, in der Kestnergesellschaft Hannover, im Casino Luxembourg, dem migros Museum für Gegenwartskunst in Zürich, dem Boijmans van Beuningen Museum, Rotterdam oder dem Watari-Um Museum Tokyo.

 

2015 bespielte Olaf Nicolai als Beitrag zum Deutschen Pavillon auf der 56. Biennale von Venedig das Dach des Pavillons mit der siebenmonatigen performativen Installation „Giro“.

 

Seine Arbeiten wurden u. a. mit dem Kunstpreis der Stadt Wolfsburg (2002) sowie Stipendien der Villa Aurora/ Los Angeles (2008), dem IASPIS (Stockholm, 2000), am PS1 (New York, 1998) oder in der Villa Massimo (1997/98) ausgezeichnet. 2014 wurden sein Entwurf für ein Denkmal für die Verfolgten der NSMilitärjustiz am Ballhausplatz in Wien sowie seine permanente künstlerische Innengestaltung der neuen Bauten der Meisterhäuser Gropius und Moholy-Nagy am Bauhaus Dessau realisiert. 2017 erhielt er für seine Beitrag „In the woods there is a bird...“ zur DOCUMENTA 14 den Karl-Sczuka-Preis für Radiokunst. 2018 erhielt er den Wilhelm-LothPreis der Stadt Darmstadt.

 

Gegenwärtig lebt und arbeitet Olaf Nicolai in Berlin.